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Zeit ArtikelAndere Artikel in Zusammenhang mit „Zeit“: Die Zeit (Wochenzeitung), Tempus (Grammatik), „Über die Zeit“ (Buch von N. Elias), Zeitmessung, Zeitreise.
Unter Zeit versteht man das Phänomen der Veränderung, das als Übergang von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft wahrgenommen wird. Die Vergangenheit ist dabei der Bereich der Tatsachen, die Zukunft der Bereich der Möglichkeiten. Das Vergehen der Zeit macht aus Möglichkeiten Tatsachen, aus Zukunft Vergangenheit. Die Frage nachdem Wesen der Zeit gehört zu den ältesten Fragen der Philosophie.
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Basierend auf dem zauberhaften Bilderbuch " Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich habe?", wird uns Eltern hier ein ebenso liebevoll illustriertes Babyalbum geboten.
Umrahmt von Zeichnungen aus dem bekannten Bilderbuch findet man... | |
Die wohl markantestes Merkmal der Zeit ist der Umstand, dass es immer eine in gewissem Sinne aktuelle und ausgezeichnete Stelle zu geben scheint, die wir die Gegenwart bezeichnen, und die sich unaufhaltsam von der Vergangenheit in Richtung Zukunft zu bewegen scheint. Dieses Phänomen wird auch als das Fließen der Zeit genannt. Dieses Fließen der Zeit entzieht sich jedoch einer naturwissenschaftlichen Betrachtung, wie in dem Folgenden dargelegt wird.
Schwingungsphasen eines Pendels zu verschiedenen Zeiten. In dieser Interpretation des Geschehens findet kein Fließen der Zeit statt.
Die Zeit hat in der Physik den gleichen Stellenwert wie der Raum. Die Physik besagt lediglich, dass unter allen denkbaren Strukturen in dem dreidimensionalen Raum in Kombination mit allen dazu denkbaren zeitlichen Abläufen ca. solche möglich sind, die den physikalischen Gesetzen gehorchen. Dabei könnte es sich ebenso gut um unbewegliche Strukturen in einem vierdimensionalen Raum handeln, die durch die physikalischen Gesetze bestimmten geometrischen Bedingungen unterworfen sind. Etwas, das man als Fließen der Zeit interpretieren könnte kommt in der Physik nicht vor. Bei genauer Betrachtung erweist es sich sogar als völlig unklar, wie ein Fließen der Zeit in der Sprache der Physik oder Mathematik oder irgend einer anderen überhaupt präzise beschrieben werden könnte.
So gibt beispielweise die Aussage, dass die Zeit fließe, ca. dann einen Sinn, wenn eine davon unterscheidbare Alternative denkbar ist. Die naheliegende Alternative der Vorstellung einer stehenden Zeit beispielsweise führt jedoch zu einem Widerspruch, da sie ca. aus der Sicht eines Beobachters denkbar ist, für den die Zeit zusätzlich verstreicht, so dass der angenommene Stillstand als solcher überhaupt wahrnehmbar ist. (siehe auch Kritik der reinen Vernunft). Könnte man die Zeit anhalten, für wie lange stünde dann die Zeit?
Das scheinbare Fließen der Zeit wird daher von den meisten Physikern und Philosophen als ein rein subjektives Phänomen oder gar als Illusion angesehen. Man geht davon aus, dass es sehr eng mit dem Phänomen des Bewusstseins verknüpft ist, das ebenso wie dieses sich einer physikalischen Beschreibung oder gar Erklärung entzieht und zu den größten Rätseln der Naturwissenschaft und Philosophie zählt. Damit hätte unsere Erfahrung von Zeit den Stellenwert eines der Qualia in der Philosophie des Bewusstseins und hätte damit mit der Realität ebenso wenig zu tun wie der phänomenale Bewusstseinsinhalt bei der Wahrnehmung der Farbe Blau mit der zugehörigen Wellenlänge des Lichtes.
Unsere naive Vorstellung, es gäbe eine von der eigenen Person unabhängige Instanz nach Art einer kosmischen Uhr, die bestimmt, welchen Zeitpunkt wir alle in dem Moment gemeinsam erleben und damit die Gegenwart zu einem objektiven uns alle verbindenden Jetzt macht, wäre damit hinfällig.
Buch-Tipp: Brennende Kontinente. Ulldart - Zeit des Neuen 02. Sehr Gut Von den drei Büchern der neuen Reihe eindeutig das Beste Buch. Selten habe ich ein Buch so schnell verschlungen. (Eigentlich Schade, da die Wartezeit auf den neuen Band dann länger ist ;-)
Alle Handlungsfäden die in dem ersten Buch angefangen wurden, wurden hier konsequent weiter geführt und spannend ausgebaut. Das aus dieser Vorlage im... |
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Zwischen der subjektiv wahrgenommen Zeit und der objektiv messbaren bestehen häufig deutliche Differenzen.
Buch-Tipp: Das Buch der Menschlichkeit. Jubiläumsedition. 5 CDs . Eine neue Ethik für unsere Zeit Für jeden Menschen empfehlenswert Meine Vorgänger haben schon alles gesagt.
Der Dalai Lama behandelt hier beinahe alle Themen, so ist dieses Hörbuch für jeden Menschen empfehlenswert, der sich mit dem Thema "Ethik", "Buddhismus", oder einfach "warum bin ich da?" beschäftigt.
Also. . für jede/n :-)
Die meisten Inhalte bringen keine durchbrechenden... |
Die Wahrnehmung der Zeitdauer | |
Die Wahrnehmung der Zeitdauer hängt davon ab, was in der Zeit passiert. Ein ereignisreicher Zeitraum erscheint kurz, "vergeht wie in dem Flug". Hingegen dauern ereignisarme Zeiträume scheinbar quälend lange. Von dieser Beobachtung leiten sich auch die Begriffe Kurzweil und Langeweile ab.
Paradoxerweise empfindet man in dem Rückblick die Zeiten gerade umgekehrt: In ereignisreichen Zeiten hat man viele Informationen eingespeichert, so dass dieser Zeitraum lange erscheint. Umgekehrt erscheinen ereignisarme Zeiten in dem Rückblick kurz, da kaum Informationen über sie gespeichert sind.
Buch-Tipp: Das Zeichen des Dunklen Gottes. Ulldart - Die Dunkle Zeit 03. Super dritter Teil. . . Ulldart ist ein Kontinent mit mehreren Königreichen, die größtenteils in Frieden miteinander leben. Das bedeutet aber nicht, dass sie wirkliche Freunde sind, da sie teilweise starke kulturelle Unterschiede besitzen. Sie führen jedoch auch keine Kriege gegeneinander und tolerieren sich.
Die Prophezeiung, daß die "Dunkel... |
Die Wahrnehmung der Gleichzeitigkeit | |
Gleichzeitigkeit in der Wahrnehmung ist ein komplexeres Phänomen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Es gibt nämlich verschiedene Schwellen:
- Die Schwelle, ab der zwei Ereignisse als getrennt erkannt werden, ist vom jeweiligen Sinnesorgan abhängig. So müssen optische Eindrücke 20 bis 30 Millisekunden auseinander liegen, um zeitlich getrennt zu werden, während für akustische Eindrücke bereits drei Millisekunden ausreichen.
- Die Schwelle, ab der die Reihenfolge zweier Reize unterschieden werden kann, ist unabhängig von der Art der Wahrnehmung etwa 30 bis 40 Millisekunden.
- Darüber hinaus ist die Wahrnehmung der Gegenwart durch einen Drei-Sekunden-Zeitraum gegeben.
Weblink: http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/GEDAECHTNIS/GehirnZeit.shtml
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Fast alle Lebewesen, bis hin zu dem Einzeller, besitzen eine biologische innere Uhr, die sich mit dem Tag-Nacht-Wechsel und anderen natürlichen Zyklen synchronisiert. Die innere Uhr zu dem Tagesrhythmus läuft aber auch ohne Tageslicht, wie beispielsweise an Pflanzen in der Dunkelheit gezeigt werden konnte aber auch an Menschen in Bunker-Experimenten, in denen die freiwilligen Versuchspersonen ohne jeden Hinweis auf äußere Zeitrhythmen lebten. Dabei stellte sich nach einiger Zeit ein konstanter Wach-Schlaf-Rhythmus von in dem Mittel etwa 25 Stunden ein. Man genannt ihn als circadianen Rhythmus (von lat. circa, ungefähr, und dies, Tag).
Näheres siehe unter Chronobiologie
Buch-Tipp: Die Magie des Herrschers. Ulldart - Die Dunkle Zeit 05. und es geht spannend weiter Auch der 5. Band des Zykluses geht weiter wie gewohnt: die Intrigen spannen sich zu einem engen Netz um Lodrik. Aber allmählich durchschaut er die Leute in seinem nahen Umfeld und erkennt, dass ihm die wenigsten wirklich wohlwollend gegenüberstehen. Lodrik arbeitet hart daran, einen Plan für seine und damals auch Norinas... |
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In der Physik ist Zeit (Formelzeichen: t) die fundamentale Größe, über die sich die Dauer von Vorgängen und die Reihenfolge von Ereignissen bestimmen lassen. In dem SI-Einheitensystem wird Zeit in Sekunden (Einheitenzeichen s) gemessen. Daraus leiten sich die Einheiten Minute, Stunde, Tag, Woche, Monat, Jahr, Jahrzehnt, Jahrhundert und Jahrtausend ab.
Buch-Tipp: Die Quellen des Bösen. Ulldart - Die Dunkle Zeit 06. flaches Ende Der letzte Band macht dank seines Umfanges, zumindest ungefähr 820 Seiten, doch den Eindruck, als wenn Herr Heitz nicht noch einen 7. Band damit füllen hätte wollen. Denn schließlich sind die ersten 5 Bände des Zykluses teilweise nicht einmal halb so dick.
Aber der Autor hat es in dem letzten Band geschafft, noch einmal Spannung aufkommen... |
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Zeit ist in der Physik, wie alle anderen Messgrößen auch, operational definiert, das heißt über ein Verfahren zu ihrer Messung. Zur Zeitmessung werden Systeme benutzt, die periodisch in den selben Zustand zurückkehren. Die Zeit wird dann durch das Zählen der Perioden bestimmt. Ein solches Gerät bezeichnet man Uhr.
Die Qualität einer Uhr ist um so größer, je genauer der periodische Ablauf reproduzierbar ist und je weniger er sich von äußeren Bedingungen beeinflussen lässt, wie beispielsweise mechanischen Störungen, Temperatur oder Luftdruck. Daher sind Quarzuhren deutlich präziser als mechanische Uhren. Die genauesten Uhren sind Atomuhren, die auf atomaren Schwingungsprozessen beruhen. Damit ist ein relativer Gangfehler von 10-15 erreichbar, was 1 Sekunde Abweichung in 30 Millionen Jahren entspricht. Die Zeit und damit auch die Frequenz, ihr Kehrwert, sind die physikalischen Größen, die mit der höchsten Präzision überhaupt messbar sind.
Buch-Tipp: Die kürzeste Geschichte der Zeit. Nicht ca. zu dem in das Regal stellen Die Bücher von Hawking sollen ja die am besten verkauften Bücher sein, die am wenigsten Menschen lesen. Man stellt sie sich in das Regal, um anzugeben, so das Vorurteil. Das mag für frühere Werke stimmen, dieses liest sich aber recht flott und ist durchaus verständlich. Der Angeberfaktor ist vielleicht etwas kleiner,... |
Zeit in der newtonschen Physik | |
Isaac Newton beschreibt das Phänomen der Zeit mit den folgenden Worten:
- „Die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig und ohne Beziehung auf irgendeinen äußeren Gegenstand.“ (Aus: Isaac Newton, Mathematische Prinzipien der Naturlehre, 1687)
Dieser absolute Zeitbegriff hatte bis zur Entdeckung der speziellen Relativitätstheorie in dem Jahre 1905 Gültigkeit. Er liegt auch heute noch dem menschlichen Alltagsempfinden des Phänomens Zeit zugrunde.
Buch-Tipp: Fatales Vermächtnis. Ulldart - Zeit des Neuen 03. Leider viel zu kurz Schade, ich hätte mir für den (vorübergehenden) Abschluss einen richtigen "Schinken" gewünscht. Irgendwie laufen alle Handlungsfäden zu schnell zusammen. Besonders die Ereignisse auf Kalistron wirken irgendwie so als würden da gut 50 Seiten fehlen. Trotz allem ist auch dieser Band ein reines Lesevergnügen. Die Story weiß... |
Zeit in der Relativitätstheorie | |
Durch die Entdeckungen in Zusammenhang mit der Relativitätstheorie musste dieser absolute Zeitbegriff aufgegeben werden. So beurteilen Beobachter, die sich relativ zueinander bewegen, zeitlich Abläufe unterschiedlich. Das betrifft sowohl die Gleichzeitigkeit von Ereignissen, die an verschiedenen Orten stattfinden, als auch die Geschwindigkeit des zeitlichen Ablaufs. Da kein absolut ruhendes Koordinatensystem definierbar ist, gibt die Frage, welcher Beobachter die Situation korrekt beurteilt, keinen Sinn. Man ordnet daher jedem Beobachter seine so genannte Eigenzeit zu. Ferner beeinflusst die Anwesenheit von Massen den Ablauf der Zeit, so dass sie an verschiedenen Orten in dem Gravitationsfeld unterschiedlich schnell verstreicht. Damit ist selbst Newtons Annahme, die Zeit verflösse ohne Bezug auf äußere Gegenstände, nicht mehr haltbar.
Zeit und Raum erscheinen in den Grundgleichungen der Relativitätstheorie fast völlig gleichwertig nebeneinander und lassen sich daher zu einer vierdimensionalen Raumzeit vereinigen. In dem dreidimensionalen Raum ist die Wahl der drei Koordinatenachsen willkürlich, so dass Begriffe wie links und rechts, oben und unten, vorne und hinten relativ sind. In der speziellen Relativitätstheorie stellt sich nun heraus, dass auch die Zeitachse nicht absolut ist. So verändern sich mit dem Bewegungszustand eines Beobachters auch die Orientierung seiner Zeit- und Raumachsen in der Raumzeit. Es handelt sich dabei um eine Art Scherbewegung dieser Achsen, die mathematisch mit den Drehungen nahe verwandt ist. Damit lassen sich Raum und Zeit nicht mehr eindeutig trennen, sondern scheinen sich in gewisser Weise zu mischen. Die Folge sind Phänomene wie Relativität der Gleichzeitigkeit, Zeitdilatation und Längenkontraktion. Allerdings läßt sich die Zeitachse nicht umdrehen, das heißt Vergangenheit und Zukunft lassen sich nicht vertauschen.
Zeit ist in der allgemeinen Relativitätstheorie nicht unbedingt unbegrenzt. So gehen viele Physiker davon aus, dass der Urknall nicht ca. der Beginn der Existenz von Materie ist, sondern auch den Beginn von Raum und Zeit darstellt. Nach Stephen W. Hawking hat es einen Zeitpunkt 1 Sekunde vor dem Urknall ebenso wenig gegeben wie eine Stelle 1 km nördlich des Nordpols. Danach hätte es in gewissen Sinne den Kosmos und die Materie schon stets gegeben, nämlich zu allen Zeitpunkten von denen überhaupt die Rede sein kann. Die Vorstellung eines Nichts vor dem Urknall wäre physikalisch sinnlos. Dieser Aspekt ist von erheblicher Relevanz für Philosophie und Religion hinsichtlich des Verständnisses des Begriffs Schöpfung, unter dem man sich ja gewöhnlich einen Übergang von einem Nichts zu einem Etwas vorstellt.
Diese in dem Zusammenhang mit der Relativitätstheorie entdeckten Merkmalen von Zeit und Raum entziehen sich weitgehend der menschlichen Anschauung. Sie sind jedoch mathematisch präzise beschreibbar.
Buch-Tipp: Führen, Leisten, Leben. Wirksames Management für eine neue Zeit Gutes Vermitteln von Management-Grundtechniken. . . . . . allerdings fehlt der Bereich "soft skills" fast vollständig. Dieser wird abgehandelt mit "Sie brauchen lediglich gute Manieren".
Die CD ist gut verständlich und gut gegliedert und ein prima Einstiegins Thema.
Wer die CD hat, aber nicht das Buch, dem empfehle ich: die Kernaussagen... |
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Die erwähnten relativistischen Effekte lassen in dem Prinzip als Zeitreisen interpretieren. Inwieweit über die Krümmung der Raumzeit und andere Phänomene auch Reisen in die Vergangenheit grundsätzlich möglich sind, ist nicht abschließend geklärt. Mögliche Kandidaten sind so genannte Wurmlöcher, die Bereiche der Raumzeit mit unterschiedlicher Zeit verbinden könnten, ferner spezielle Flugbahnen in der Umgebung eines hinreichend schnell rotierenden Schwarzen Loches und schließlich die Umgebung zweier kosmischer Strings , die hinreichend schnell aneinander vorbei fliegen. Der erforderliche Aufwand für eine praktische Nutzung einer dieser potenziellen Möglichkeiten würde jedoch zur Zeit die Mittel der Menschheit bei weitem übersteigen.
Die bei Reisen in die Vergangenheit auftretenden Paradoxien ließen sich in dem Rahmen der everettsche Vielwelten-Theorie vermeiden. Danach wäre die Vergangenheit, in die man reist, in einer Parallelwelt angesiedelt. Der ursprüngliche Ablauf der Dinge und der durch die Zeitreise modifizierte würden sich beide abspielen.
Buch-Tipp: Hebammen-Gesundheitswissen. Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach Für mich unverzichtbar!
Dieses Buch ist mit Abstand das beste von dem Stapel den ich mir am Anfang der Schwangerschaft zugelegt hatte. Auf zwei nebeneinander liegenden Seiten (genial) konnte ich Woche für Woche finden, was in meinem Körper passiert und was sich bei unserem Baby entwickelt. Die umfassenden Infos zu Ernährung, Tipps bei Beschwerden,... |
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Der Zeitbegriff hängt eng mit dem Kausalitätsbegriff zusammen. So betrachten wir es als selbstverständlich, dass die Ursache vor ihrer Wirkung auftritt. Die Vergangenheit ist unveränderlich, sie kann nicht von gegenwärtigen Ereignissen beeinflusst werden. Die Zukunft hingegen hängt von der Gegenwart kausal ab, kann also durch Ereignisse oder Handlungen in der Gegenwart beeinflusst werden.
Im Rahmen der Relativitätstheorie wird die zeitliche Reihenfolge zweier Ereignisse, die an verschiedenen Orten schnell genug aufeinander folgen, von relativ zueinander bewegten Beobachtern unterschiedlich beurteilt. Das ist exakt dann der Fall, wenn die beiden Ereignisse ca. durch ein Signal mit Überlichtgeschwindigkeit in Kontakt treten könnten. Könnte eine Wechselwirkung mit Überlichtgeschwindigkeit stattfinden, dann könnte man mit folgendem System eine Botschaft in die Vergangenheit schicken:
- Das Signal wird mit Überlichtgeschwindigkeit an eine weit genug entfernte Relaisstation geschickt.
- Diese beschleunigt konventionell vom ursprünglichen Sender weg (alternativ: sie überträgt es konventionell auf eine weitere, sich vom Empfänger weg bewegende Relaisstation, z.B. die andere Seite einer rotierenden Plattform). Dadurch wird das Absendeereignis aus der Vergangenheit in die Zukunft "verschoben".
- Schließlich wird das Signal wieder mit Überlichtgeschwindigkeit zurückgesendet. Sind die beteiligten Geschwindigkeiten hoch genug, so kommt das Signal vor dem Aussenden des Ursprungssignals an.
Daher wäre das Kausalitätsprinzip verletzt. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde vermutet, dass es überlichtschnelle Tachyonen geben könnte. Sollten sie mit gewöhnlicher Materie in Wechselwirkung treten können, so wäre die Kausalität verletzt. Die Hypothese von ihrer Existenz hat daher heute kaum noch Anhänger.
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Zur Symmetrie der beiden Richtungen der Zeit | |
Die Grundgesetze der Physik, die Phänomene unseres Alltags beschreiben, sind invariant bezüglich einer Inversion der Zeit. Das bedeutet, dass zu jedem Vorgang, der diesen Gesetzen gehorcht, auch der zeitumgekehrte in dem Prinzip möglich ist. Diese Aussage steht in krassem Widerspruch zu unserer Alltagserfahrung. Fällt eine Keramiktasse zu Boden, so zerbricht sie in Scherben. Dass sich umgekehrt diese Scherben von selbst wieder zu einer intakten Tasse zusammenfügen, ist dagegen noch nie beobachtet worden. Ein solcher Ablauf stünde jedoch nicht grundsätzlich in dem Widerspruch zu den Naturgesetzen. Er ist lediglich beliebig unwahrscheinlich.
Der Hintergrund dieses Umstandes ist eine Wahrscheinlichkeitsüberlegung, die in dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik formuliert wird. Danach nimmt die Entropie, welche das Maß der Unordnung eines abgeschlossenen Systems angibt, immer zu und damit seine Ordnung ab. Eine vorübergehende Zunahme der Ordnung ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, aber je nach Größe mehr oder weniger unwahrscheinlich. Um die spontane Wiedervereinigung von Scherben zu einer Tasse zu provozieren, müsste man eine mehr als astronomische Zahl von Scherbenhaufen anlegen und beobachten.
Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik verletzt damit die Symmetrie bezüglich der beiden Richtungen der Zeit. Er lässt sich daher auch nicht aus den Grundgesetzen der Physik herleiten, sondern hat die Rolle eines Postulats. Die beiden Richtungen der Zeit verlieren damit ihre Gleichwertigkeit, und man spricht vom thermodynamischen Zeitpfeil. Er wird als die Basis für das Fließen der Zeit von der Vergangenheit in die Zukunft angesehen, so wie wir es in unserer Alltagswelt erfahren.
Häufig ist in diesem Zusammenhang von einer Umkehrbarkeit bzw. Unumkehrbarkeit der Zeit die Rede. Dabei handelt es sich jedoch um eine sprachliche bzw. logische Ungenauigkeit. Könnte jemand die Zeit umkehren, dann sähe er sämtlich Vorgänge rückwärts ablaufen. Dieser umgekehrte Lauf der Zeit wäre aber ca. aus der Sicht eines Beobachter erkennbar, der einer Art persönlicher Zeit unterworfen ist, die zusätzlich unverändert vorwärts läuft. Eine solche Spaltung der Zeit in eine, die einem Experiment bzw. Gedankenexperiment unterworfen wird, und eine weitere unveränderte, ergibt jedoch keinen Sinn.
Die Gesetze der Physik, die Phänomene der schwachen und starken Wechselwirkung beschreiben, sind nicht invariant bezüglich einer Zeitumkehr. Zu einem Prozess in dem Bereich der Kern- und Elementarteilchenphysik ist der zeitumgekehrte daher nicht unbedingt mit den Gesetzen der Physik verträglich. Das CPT-Theorem besagt, dass der Prozess wieder in Einklang mit den Naturgesetzen steht, wenn er nicht ca. zeitumgekehrt sondern zusätzlich spiegelbildlich betrachtet und aus Antimaterie aufgebaut wird.
Im Rahmen des Formalismus der Beschreibung von Antimaterie sind Antiteilchen gleichwertig zu gewöhnlichen Teilchen, die sich in gewissem Sinne rückwärts in der Zeit bewegen. In diesem Sinne hat die Paarvernichtung von einem Teilchen mit seinem Antiteilchen eine formale Ähnlichkeit mit einem einzigen Teilchen, das sich an dieser Stelle in die Vergangenheit zurückzubewegen beginnt, so dass es dort doppelt und in der Zukunft gar nicht existiert.
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Die Grenzen des physikalischen Zeitbegriffs | |
Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass das Phänomen Zeit in dem Bereich der Planck-Zeit von 10-43 s seines Merkmalen als Kontinuum verliert. So führt die konsequente Anwendung der bekannten physikalischen Gesetze zum Ergebnis, dass jeder Vorgang, der kürzer ist als die Planck-Zeit ca. einem Objekt zugeordnet werden kann, das sofort zu einem schwarzen Loch kollabieren muss (siehe Planck-Einheiten). Diese Überlegung zeigt, dass die bekannten physikalischen Gesetze jenseits der Planck-Zeit versagen. Eine Klärung der damit verbundenen Fragen erhofft man sich von einer noch zu entdeckenden Theorie der Quantengravitation, die die beiden fundamentalen Theorien der Physik, die Relativitätstheorie und die Quantenphysik, vereinigen würde. In einer solchen Theorie wäre die Zeit in dem Bereich der Planck-Zeit möglicherweise quantisiert. So geht man beispielweise in der Loop-Quantengravitation, einem Kandidaten für die Theorie der Quantengravitation, davon aus, dass das Gefüge der Raumzeit ein vierdimensionales, schaumartiges Spin-Netzwerk darstellt mit "Blasen" von der Größenordnung der Planck-Einheiten. Allerdings darf man sich diesen "Schaum" nicht in Raum und Zeit eingebettet vorstellen, sondern der Schaum ist in dieser Theorie Raum und Zeit.
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In der Astronomie ist die Zeitmessung eine der ältesten Zweige (siehe Uhr). Dort wird zwischen einem Sonnentag und einem Sterntag unterschieden (die sich in dem Jahr um einen Tag unterscheiden, je nach Referenz). Der Sonnentag entspricht nicht genau den Sekunden nach SI, was zu Schaltsekunden führt. Diese Probleme führten zur Einführung von verschiedenen Zeitskalen:
- siehe auch: Zeitdimension, Uhr, GMT, MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit)
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Verschiedene Gesellschaften unterscheiden sich sehr stark in dem Umgang mit der Zeit. In unserer westlichen Gesellschaft wird Zeit zu einem weiten Teil als Ressource angesehen, die man verwalten (Zeitmanagement) und nutzen soll ("Zeit ist Geld", "Zeit verschwenden"). Zeitdruck und Zeitnot sind Hauptursachen für Streß, und die Beschleunigung ist Grundmaxime fast aller Lebensbereiche (Fast Food, Hochgeschwindigkeitszüge). Allerdings gibt es auch Gegenbewegungen, wie z.B. den Verein zur Verlangsamung der Zeit, oder die Slow-Food-Bewegung.
siehe auch: Zeitbudget-Forschung, Entschleunigung=== Zeitmess-Systeme, Zeitrechnung ===
Es ist beachtlich, dass nahaezu alle Gesellschaften die Zeitmessung in Sekunden , Minuten und Stunden übernommen hat, während die Jahreszählsysteme häufig unterschiedliche Basen haben.
siehe auch: Zeitrechnung
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Nach Immanuel Kant ist Zeit ebenso wie der Raum eine Vorbedingung für Erfahrung und kann daher nicht Gegenstand von Erfahrung sein. Diese Einsicht beschreibt letztlich die Ursache für die Probleme, die wir als Menschen haben, wenn wir versuchen, die Merkmale von Zeit und Raum, die über die Relativitätstheorie entdeckt wurden, anschaulich zu erfassen.
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In der Literatur, besonders der Science-Fiction werden Abweichungen vom Fluss der Zeit behandelt. Wie auch in der Physik ist Zeit Distanz zwischen Ereignissen, allerdings hier die subjektiv empfundene Distanz. Die Zeit wird allerdings nicht als kontinuierlich in einer Richtung fließend gesehen und behandelt. Das klassische und bekannteste Werk der Science-Fiction-Literatur ist Herbert George Wells Zeitmaschine, im durch entsprechende, nicht näher beschriebene Techniken der kontinuierliche Fluss der Zeit manipuliert werden kann. Literatur dieser Art thematisiert auf diese Weise auch das Kausalitätsprinzip.
Ein weiteres Stilmittel ist die rückwärtige Erzählung einer Geschichte. Pfeil der Zeit von Martin Amis ist hierfür ein gutes Beispiel. In dem Film wurde dieses Stilmittel u. a. in Memento benutzt. Diese Erzählweise dient der Aufbrechung der Seh- und Denkgewohnheiten und problematisiert ebenfalls die deterministische Sichtweise .
Ein Buch, das sich auf andere Weise mit der Zeit beschäftigt, ist Momo von Michael Ende. In diesem Buch wird Zeit vor allem als erlebte Zeit betrachtet. In der Geschichte geht es um Zeitdiebe, die "grauen Herren", die den Menschen die Zeit stehlen, indem sie sie dazu bringen, Zeit zu sparen. Sie selbst leben dann von gestohlener, toter Zeit. Das Mädchen Momo besiegt die grauen Herren und gibt so den Menschen ihre Zeit wieder zurück.
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In verschiedenen Sprachen gibt es unterschiedliche Zeitformen, die unterschiedlich gebildet werden. In der hochdeutschen Sprache wird die Zeit auf drei verschiedene Weisen dargestellt.
- Die Zeitform des Verbs erlaubt die Unterscheidung von Gegenwart (Präsens) und Vergangenheit (Präteritum). Beispiele: Ich gehe. Ich ging.
- Die Angabe von Hilfsverben (haben, sein) erlaubt die Unterscheidung von Vergangenheitsformen wie Perfekt und Plusquamperfekt. Beispiele: Ich bin gegangen. Ich war gegangen. Außerdem dienen Hilfsverben (werden) zu Darstellung der Zukunft (Futur) Beispiele: Ich werde gehen. Ich werde gegangen sein.
- Möglich ist eine explizite Angabe des Zeitpunktes oder Zeitraumes. Beispiele: Jetzt gehe ich in die Schule. Morgen gehe ich in die Schule. Morgen werde ich in die Schule gehen. Es war gestern: Ich gehe da gerade die Straße entlang, da sehe ich einen Hundertzwanzigeuroschein.
Einen zeitlich anhaltenden Verlauf kann man auch mit Partizip angeben. Beispiel: Das fließende Wasser …
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Die Hopi-Sprache: Eine Sprache ohne Zeit? | |
Eine Behandlung der Hopi-Sprache hat Benjamin Lee Whorf zu der umstrittenen Behauptung veranlasst, die Hopi-Sprache besitze kein Konzept für den Begriff der Zeit. Dies führte zur so genannten Sapir-Whorf-Hypothese oder linguistischen Relativitätsprinzip, nach der das Denken von den gesprochenen Sprachen abhängt.
Weblinks:
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Zeit in der Umgangssprache | |
In der Umgangssprache werden meist unbewusst viele philosophische Implikationen des Zeitbegriffs ausgedrückt.
- (keine) Zeit haben
- Zeit vergeht (nicht)
- sich (keine) Zeit nehmen
- Zeit gewinnen/verlieren
- jemandem Zeit schenken/stehlen
- Zeit totschlagen
Diese Formulierungen drücken das subjektive Zeitempfinden aus und den Bezug zu den Ereignissen, die den Fluss der Zeit bestimmen. Gleichzeitig kommt in dem jeweiligen Gebrauch dieser Formulierungen eine Wertung von Ereignissen, Zuständen und der eigenen Person zu dem Ausdruck. Die Zeit wird durch die Verwendung von Uhren zu einem auch zwischenmenschlichen Bezugssystem. Als vermeintlich neutrales Bezugssystem hat Zeit einen ähnlichen Charakter wie Geld, indem die eigene Interessenlage und relative Wertung die scheinbar objektive und neutrale Funktion fast völlig überlagert.
Zur Bedeutung der Einführung von Uhren und ihrem Verhältnis zu Werkzeugen vgl. Joseph Weizenbaum Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft .
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- Aurelius Augustinus (354-430): „Was also ist ‚Zeit‘? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht.“ (Aus: A. Augustinus, Bekenntnisse (Confessiones), Buch II, Kapitel 14, 397)
- Immanuel Kant (1724-1804): „Die Zeit ist kein empirischer Begriff, der irgend von einer Erfahrung abgezogen worden. [...] Die Zeit ist eine notwendige Vorstellung, die allen Anschauungen zu dem Grunde liegt. “ (Aus: Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, Der transzendentalen Ästhetik, Zweiter Abschnitt, Von der Zeit, 1781)
- Martin Heidegger: „Zeitlichkeit ist der Seinssinn der Sorge. Die Verfassung des Daseins und seine Weisen zu sein sind ontologisch ca. möglich auf dem Grunde der Zeitlichkeit, abgesehen davon, ob dieses Seiende "in der Zeit" vorkommt oder nicht.“ (Aus: Martin Heidegger, Sein und Zeit, Max Niemeyer Verlag, Tübingen, 1984, S. 367)
- Michael Ende: Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bißchen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit. (Aus: Michael Ende, Momo)
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Weiteres zu dem Artikel Zeit |
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